Warum der Erhalt der Ozonschicht gelang und was beim Klimaschutz scheitert

Das Ozonloch schrumpft und könnte sich 2066 vollständig schließen. Warnungen aus der Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit haben eine drohende Umweltkatastrophe abgewendet. Was wir daraus für den Kampf gegen die Klimakrise lernen können.

Warum der Erhalt der Ozonschicht gelang und was beim Klimaschutz scheitert
Illustration: Hedi Lusser für JETZT

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Fast wäre die Erde in eine Krise geraten, die unser Leben grundlegend verändert hätte. In den 1970er-Jahren entdeckten Forschende, dass die Ozonschicht – unser Schutzschild vor gefährlicher UV-Strahlung – immer dünner wird. Über der Antarktis war sie so stark ausgedünnt, dass 1985 erstmals von einem „Ozonloch“ die Rede war. Ein Loch im eigentlichen Sinne ist es zwar nicht, aber ein Bereich, in dem deutlich weniger Ozon vorhanden ist als normal.

Schuld daran waren wir selbst. Von uns Menschen gemachte Treibgase – Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKW – griffen die Ozonschicht an. Nicht einmal 15 Jahre nach den ersten Warnungen aus der Wissenschaft reagierten Staaten weltweit und unterzeichneten 1987 das Montrealer Protokoll. Ein internationales Abkommen, das den Einsatz von FCKW verbietet. Heute sehen wir: Das Verbot wirkt. Ohne dieses Verbot wären Menschen in Teilen der Erde heute einer UV-Strahlung ausgesetzt, die Hautkrebsraten in die Höhe treibt, Ernten zerstört und Meeresalgen abtötet, die für ganze Ökosysteme und unser Klima unverzichtbar sind.

Die Ozonschicht regeneriert sich – langsam, aber messbar. Laut aktuellen Zahlen der Weltwetterorganisation (WMO) könnte sie sich 2066 sogar vollständig erholt haben. Und das entlastet auch das Klima. Zu dem Schluss kommen Forschende im Nature-Journal: Wenn wir die Ozonschicht effektiv schützen, könnten Pflanzen bis zum Ende des Jahrhunderts fast 700 Milliarden Tonnen mehr CO₂ aufnehmen – ein Effekt, der ohne das Montrealer Protokoll ausbleiben würde.

Solche positiven Meldungen im Klima- und Umweltschutz sind selten, aber laut der Umweltpsychologin Isabella Uhl-Hädicke von der Universität Salzburg wichtig. Sie erinnern daran, dass internationale politische Entscheidungen wirken können. Dieses schnelle, gemeinsame Handeln scheinen wir heute in der Klimakrise allerdings zu vermissen. Und das, obwohl die Warnungen ebenso klar und die Folgen nicht weniger dramatisch sind.

Was können wir also aus dem internationalen Verbot ozonschädigender Stoffe lernen?

Ganz so einfach, wie es rückblickend wirkt, war die Einigung damals nicht. Doch bevor wir darauf schauen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Grundlagen: Was ist die Ozonschicht und warum war sie überhaupt bedroht?

Die Ozonschicht liegt etwa in 15 bis 35 Kilometern Höhe und wirkt wie ein Sonnenschutz für die Erde. Sie lässt nicht die ganze UV-Strahlung der Sonne bis zu uns durch. Vor allem vor der UV-C-Strahlung – einer für uns besonders schädlichen Form der ultravioletten Strahlung – und zum Teil auch vor der UV-B-Strahlung schirmt die Ozonschicht uns ab. Aber je dünner sie wird, desto schlechter funktioniert der Sonnenschutz. Für uns Menschen kann das ein erhöhtes Hautkrebsrisiko und Zellschäden im Körper bedeuten. Auch Ökosysteme nehmen Schaden: Nutz- und Meerespflanzen werden abgetötet, die etwa CO₂ binden und im Kampf gegen den Klimawandel wichtig sind.

Wenn die Ozonschicht intakt ist, wird in der Stratosphäre die gesamte UV-C- und rund 90 Prozent der UV-B-Strahlung der Sonne herausgefiltert. (Illustration: Fiona Biber für JETZT)

Bereits 1974 haben die Chemiker Frank Sherwood Rowland und Mario Molina darauf hingewiesen, dass die Ozonschicht wegen von Menschen verursachter Fluorchlorkohlenwasserstoffe in Gefahr ist. Diese Stoffe wurden vor allem in den 60ern und 70ern als Kältemittel in Kühlschränken, Treibgase in Spraydosen oder in Feuerlöschern verwendet. Und sie zerstören das Ozon über uns bis heute. Denn FCKW überleben sehr lange in der Erdatmosphäre.

Wie kam es zum FCKW-Verbot?
Nach den ersten Warnungen in den 1970er-Jahren kam nur langsam Bewegung in die Sache. In den USA wurden FCKW 1977 in Spraydosen verboten. In Deutschland hat sich die Industrie freiwillig verpflichtet, die Stoffe nicht mehr zu nutzen. Der wirkliche Durchbruch ist dann 1985 gelungen. Endlich konnten Forschende beweisen, was eigentlich schon klar war: Das Ozonloch existiert. Verantwortlich dafür sind FCKW. Unsere Ökosysteme und wir Menschen sind in Gefahr.

Plötzlich ging alles schnell. Zwei Jahre später, im September 1987, trafen sich 24 Regierungen in Montreal, Kanada, und beschlossen, die Nutzung von FCKW zu regulieren, zu reduzieren und nach und nach - bis auf wenige Ausnahmen – zu verbieten. Sie nannten das Übereinkommen das Montrealer Protokoll.

2009 war das Abkommen von allen 197 Vertragsstaaten ratifiziert worden. Es wurde somit zum ersten völkerrechtlichen Vertrag in der Geschichte, der von allen Ländern angenommen wurde.

Selbst Nordkorea unterzeichnete 1995 das Übereinkommen, auch wenn die Kontrolle der Einhaltung dort schwierig bleibt. Das Montrealer Protokoll gilt heute als einer der erfolgreichsten internationalen Verträge in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Es ist ein seltenes Beispiel globaler Einigkeit.

Heute wird das Übereinkommen laufend evaluiert und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Die Konzentration von Ozon und ozonschädigenden Stoffen weltweit wird regelmäßig gemessen. Alle vier Jahre erscheint der „Ozone-Assessment-Report“ zum aktuellen Status der Ozonschicht.

Durch das genaue Monitoring lässt sich der Erfolg des Übereinkommens gut verfolgen: Seit Ende der 1990er-Jahre wird eine langsame Erholung der Ozonschicht ebenso wie eine Abnahme der FCKW in der Atmosphäre gemessen. Zwar werden sich ozonschädigende Stoffe noch jahrzehntelang in der Atmosphäre halten, und die Heilung der Ozonschicht noch 50 bis 100 Jahre dauern. Doch der eingeschlagene Weg wirkt. Und er wirkt nur, weil Staaten ein verbindliches internationales Abkommen geschaffen haben und (bislang) einhalten.

Ganz so reibungslos, wie es im ersten Moment klingt, war der Weg zum Montrealer Protokoll aber nicht. In vielen Rückblicken wird ausgeblendet, gegen welche Widerstände Forschende ankämpfen mussten, bevor Staaten sie ernst nahmen und handelten. Die Chemiker Frank Sherwood Rowland und Mario Molina sowie der Atmosphärenforscher Paul Crutzen – später alle mit dem Nobelpreis geehrt – gerieten massiv unter Druck. Gegenwind kam aus der Industrie, aus der Politik und von gut organisierten Skeptikern.

Als Rowland und Molina 1974 erstmals zeigten, dass FCKW die Ozonschicht zerstören, lösten sie nicht nur wissenschaftliche Alarmrufe aus. Sie stießen auf eine hochprofitable Industrie, die versuchte, die Forschungsergebnisse zu unterdrücken. Der Branchenriese DuPont, der damals weltweit größte Hersteller von FCKW, startete eine millionenschwere PR-Kampagne, um die Beweislage zu diskreditieren. In ganzseitig geschalteten Anzeigen in Zeitungen wurde behauptet, es gebe keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen FCKW und Ozonabbau. Der CEO bezeichnete den Ozonabbau als „Science-Fiction“ und „Unsinn“ und warnte vor angeblich katastrophalen wirtschaftlichen Folgen und dem Zusammenbruch ganzer Industriezweige, sollten FCKW verboten werden.

Auch die Forschenden selbst wurden gezielt angegriffen. Industrienahe Thinktanks versuchten, ihre Glaubwürdigkeit zu beschädigen, und veröffentlichten scheinbar wissenschaftliche Gegenpositionen – teils ohne Peer-Review und finanziert von Unternehmen wie Exxon oder Shell. Jede wissenschaftliche Unsicherheit wurde für strategische Verzögerungstaktiken genutzt. Wo Daten noch lückenhaft waren oder Schätzungen schwankten, wurde gefordert, dass es noch mehr Forschung brauche, bevor Maßnahmen gerechtfertigt seien.

Und während Skeptiker Zweifel und wissenschaftlich widerlegte Mythen streuten, argumentierten Teile der US-Regierung, es sei günstiger, einfach mit den Folgen zu leben. Beamte der Reagan-Administration brachten 1987 einen „persönlichen Schutzplan“ als Alternative zur FCKW-Kontrolle vor – Hüte, Sonnencreme und Verhaltensregeln statt Regulierung.

Die Forschenden kämpften nicht nur mit komplexer Atmosphärenphysik, sondern auch gegen organisierte Desinformation, wirtschaftliche Interessen und politische Blockaden. Erst als das Ozonloch über der Antarktis zweifelsfrei gemessen wurde – und viel schneller wuchs, als es selbst die pessimistischsten Modelle vorhergesagt hatten – kippte die Stimmung. Der wissenschaftliche Beweis war nicht mehr wegzudiskutieren.

Frank Sherwood Rowland (links) und Mario Molina (rechts) im Jahr 1974 Die beiden erhielten 1995 gemeinsam mit dem Chemiker Paul Crutzen den Nobelpreis für Chemie. Sie wurden für ihre Erkenntnisse zum Abbau der Ozonschicht ausgezeichnet. (Foto: University of California, Irvine)

Heute wirkt es, als hätten wir aus den Erfahrungen der letzten 40 Jahre mit der Ozonkrise nur wenig gelernt. Die Atmosphärenphysikerin Andrea Steiner vom Wegener Center für Klima und globalen Wandel an der Universität Graz sieht Parallelen zur heutigen Klimadebatte: „Viele Wissenschafterinnen und Wissenschafter sind auch damals unter Druck gesetzt worden, nachdem sie gesagt haben, dass es einen menschlichen Einfluss auf das Klimasystem gibt. Das Gleiche sehen wir heute in der Klimathematik.“ Die Muster heute sind ähnlich wie damals in der FCKW-Debatte – nur dass es jetzt um CO₂ und nicht FCKW geht, und das Problem ein noch viel komplexeres ist.

Trotz aller Widerstände wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse damals schließlich ernst genommen. Die Staatengemeinschaft handelte – für politische Verhältnisse sogar ungewöhnlich schnell – und leitete mit dem Montrealer Protokoll eine internationale Kehrtwende ein.

„Ich denke schon, dass das eine sehr gute Motivation sein muss, dass so ein internationales Abkommen gelungen ist“, sagt Andrea Steiner.

„Und man kann es wirklich als Erfolgsbeispiel sehen. Es sollte uns Antrieb geben und uns Optimismus bringen, dass Veränderungen jedenfalls schaffbar sind mit gemeinsamer internationaler Anstrengung.“

Professorin Andrea Steiner analysiert seit 30 Jahren Atmosphärendaten am Wegener Center der Universität Graz. (Foto: Carolin Bohn)

Genauso wie der Ozonabbau kann auch die Erderwärmung nur gestoppt werden, wenn alle Staaten zusammenarbeiten. Doch anders als beim Ozonproblem gestaltet sich diese Zusammenarbeit bei der Klimakrise deutlich schwieriger. Zwar existieren internationale Abkommen wie das Kyoto-Protokoll und das Pariser Klimaabkommen, doch ihre Wirkung bleibt bislang begrenzt: Verpflichtungen werden nicht immer in nationales Recht umgesetzt, einige Länder treten den Abkommen gar nicht bei oder ziehen sich wieder zurück – wie die USA unter Donald Trump aus dem Pariser Abkommen.

Aber woran scheitert eine drastische Reduktion von CO₂ dann?

Bei ozonschädigenden Stoffen konnte man sich doch schlussendlich auch einigen und Verbote relativ schnell umsetzen. Der entscheidende Unterschied liegt laut Atmosphärenphysikerin Andrea Steiner in der Natur des Problems: FCKW waren zwar bereits weit verbreitet, wurden aber nur in bestimmten Bereichen eingesetzt und ließen sich technisch relativ einfach ersetzen.

Unser gesamtes modernes Leben hingegen basiert auf fossiler Energie. Sie ist für den Großteil der CO₂-Emissionen verantwortlich und somit Treiber der Klimakrise. Öl, Gas und Kohle stecken in fast allen Lebensbereichen, egal ob Energieversorgung, Verkehr, Landwirtschaft, Industrie oder Handel. Nicht für all diese Bereiche existieren bereits weltweit verfügbare Alternativen. „Bei der Ozonschicht konnte man ein Gas ersetzen. Beim Klima bräuchte es Handlungen in all unseren Lebensbereichen“, sagt die Umweltpsychologin Uhl-Hädicke. Sie beschäftigt sich in ihrer Arbeit damit, warum wir trotz der vielen Fakten, die es zur Klimakrise bereits gibt, es trotzdem nicht schaffen, entsprechende Handlungen abzuleiten. Echter Klimaschutz erfordere laut Uhl-Hädicke nämlich eine grundlegende Transformation unserer Art zu leben und zu wirtschaften.

Hinzu kommt, dass die fossile Lobby viel mächtiger ist als jene, die sich für den Erhalt von FCKW damals eingesetzt hat und mit der Ozonforscher konfrontiert waren. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Klimakonferenz. Beim dreißigsten UN-Klimatreffen im November in Brasilien waren mindestens 1600 Lobbyisten der Öl-, Gas- und Kohleindustrie ganz offiziell angemeldet. Das zeigt eine Datenanalyse, die von den Organisationen Transparency International, Global Witness, Greenpeace und dem Climate Action Network getragen wird. 164 der Lobbyisten sollen sogar direkt über Regierungsdelegationen akkreditiert worden sein. 599 von ihnen hatten laut der Analyse eine Akkreditierung, die ihnen Zugang bis in innere Verhandlungszirkel verschafft hat.

Solche Lobbyisten vertreten bestimmte Interessengruppen. Das können etwa Wirtschaftssektoren, Industrieverbände, Unternehmen oder Vereine sein. Und sie versuchen, politische Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die Lobby hinter fossilen Brennstoffen gehört dabei zu den finanzstärksten der Welt. Öl-, Gas- und Kohlekonzerne verfügen über enorme wirtschaftliche Ressourcen und starke politische Netzwerke. Im Unterschied dazu war die FCKW-Lobby in den 1980er-Jahren deutlich kleiner und weniger mächtig. Die fossile Industrie kann durch ihr Geld und ihre globale Bedeutung politischen Druck in einem ganz anderen Ausmaß ausüben. Dadurch kann sie Klimaschutzmaßnahmen viel stärker verzögern oder abschwächen, als es damals bei den FCKW möglich war.

Und neben der großen Lobby erschweren vor allem aktuelle geopolitische Spannungen die internationale Zusammenarbeit zusätzlich.

„Es ist wirklich so, als hätte sich der böseste Psychologe hingesetzt und überlegt, wie man die maximale Herausforderung für uns Menschen machen kann“, sagt Isabella Uhl-Hädicke.

Klimaschutz sei komplex, schwer greifbar und fühle sich oft überwältigend an. Die Vorzeichen beim Klimaschutz sind laut der Umweltpsychologin also ganz andere als beim Ozonproblem.

Isabella Uhl-Hädicke forscht zum Thema Klimawandelkommunikation. Ihr Fokus liegt auf den Bereichen Bewusstseinsbildung und Förderung von umweltfreundlichen Verhaltensweisen. (Foto: Alex Gotter)

Warum wir trotzdem nicht resignieren dürfen

Gerade weil die Klimakrise so übermächtig wirkt, besteht die Gefahr, in Resignation zu verfallen, sagt Uhl-Hädicke. Die Nachrichtenlage sei oft so bedrückend, dass kleine oder mittlere Erfolge kaum sichtbar werden. Doch Erfolgsgeschichten wie die Erholung der Ozonschicht zeigen, dass globaler Umweltschutz möglich ist, wenn Wissenschaft ernst genommen, Handeln koordiniert und politische Vorgaben konsequent umgesetzt werden. Dieses Beispiel macht Mut.

Was es laut Isabella Uhl-Hädicke braucht, ist eine Veränderung der sozialen Normen. Wir orientieren uns daran, was in unserem Umfeld als „normal“ gilt. Dass klimaschädliches Verhalten – wie täglicher Fleischkonsum, Fast Fashion, das eigene Auto vor der Tür und regelmäßige Flugreisen – noch immer als Normalität gilt, müsse sich ändern. Gesetze und klare Regeln sind laut Uhl-Hädicke der entscheidende Hebel, um diese sozialen Normen zu verschieben und in der Folge individuelles Verhalten zu verändern – nicht umgekehrt.

Ein Beispiel: Eine freiwillige 30er-Zone bleibt meist ohne Wirkung, eine verpflichtende hingegen ändert das Verhalten von Verkehrsteilnehmer:innen sofort. Wer zu schnell dran ist, wird bestraft. Durch verbindliche Regeln, die definieren, was künftig normal ist, funktioniert Wandel auf lokaler Ebene.

Auf internationaler Ebene gilt im Grunde dasselbe Prinzip, nur in größerem Maßstab, sagt Uhl-Hädicke. Würden einflussreiche Staaten ehrgeizige Klimagesetze beschließen, könnten sie neue Standards setzen und gleichzeitig Druck auf andere Länder erzeugen, nachzuziehen. Genau wie im eigenen Umfeld wirkt auch hier das Prinzip der Nachahmung. Besonders große Verantwortung tragen dabei Länder des globalen Nordens. Sie haben historisch den Großteil der CO₂-Emissionen verursacht und müssen mit ambitionierten Maßnahmen vorangehen.

Bei der Ozonkrise hat es weniger als 15 Jahre von den ersten Warnungen der Wissenschaft bis zum Inkrafttreten des Montrealer Protokolls gedauert. Diese Geschwindigkeit ist ein starkes Zeichen, dass die Welt entschlossen handeln kann. Die Klimaforschung steht heute vor ungleich größeren Hürden. Neben einer mächtigeren Lobby sind tiefgreifendere gesellschaftliche Veränderungen notwendig. Aber die Erfolgsgeschichte des Ozonabkommens ist ein unbestreitbarer Beweis der Machbarkeit. Ein derartiges internationales Abkommen hat bereits einmal einen historischen Umschwung bewirkt. Es bleibt die Hoffnung und die dringende Notwendigkeit, dass diese globale Einigkeit angesichts der Klimakrise noch einmal gelingt.

Sounddesign und Audioproduktion: Katharina Darya Ressl
Mixing und Mastering: Patrik Haas