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29. September 2026

Peter Thiel und die Weltmacht Silicon Valley: Was sie antreibt und wie wir damit umgehen können


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die Überzeugungen und Ziele der Tech-Elite im Silicon Valley sind längst nicht mehr deren Privatsache. Sie prägen unser aller Leben und beeinflussen Wirtschaft und Politik.

„Peter Thiel hat wiederholt bewiesen, dass technologischer Fortschritt nicht durch die Verwaltung des Bestehenden entsteht, sondern durch die Bereitschaft, etablierte Denkmuster infrage zu stellen und große Risiken einzugehen“, schreibt der Axel Springer Verlag. Er hat Thiel jüngst dafür ausgezeichnet. (Foto: APA-Images / AFP / TOBIAS SCHWARZ)

In den USA hat sich eine Gruppe Menschen herausgebildet, die nicht nur wirtschaftlich enorme Macht hat, sondern auch offen politisch Einfluss nimmt. Peter Thiel, Elon Musk, Jeff Bezos und Mark Zuckerberg sind die geläufigsten Namen, aber es gehören längst auch die Chefs der bekanntesten KI-Firmen dazu: Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic. Über diese Menschen, beziehungsweise Männer, haben wir bei einem JETZT-Event in Innsbruck gesprochen.

Was treibt sie an und wie ist das Silicon Valley zu einem Ort geworden, an dem nicht nur die Technologie der Zukunft entwickelt wird, sondern auch illiberale und antidemokratische Ideologien heranwachsen? Und natürlich ganz wichtig: Ginge es auch anders und wie?

(Grafik: David Chuda)

Dazu hatten wir drei Gäste: Den Theologen Wolfgang Palaver, der Peter Thiel vor Jahrzehnten an der Universität Stanford kennengelernt hat, ihn immer wieder trifft und mit ihm diskutiert.

„Das ist ein Mann, mit dem man schon sehr interessant diskutieren kann“, sagt er über Peter Thiel, “das hat sich eigentlich nie geändert, obwohl wir in vielen Dingen anderer Meinung sind.“

Wolfgang Palaver hat Peter Thiel Ende der 90er-Jahre an der Universität Stanford kennengelernt. (Foto: IMAGO / Horst Galuschka)

Die Philosophin Anne Siegetsleitner, forscht seit Jahren zu Privatsphäre im Internet, Transhumanismus und Künstlicher Intelligenz.

„Es gibt gemeinsame Grundlagen, aber sonst gibt es sicher auch persönlich sehr unterschiedliche Motivationen. Man soll nicht immer gleich zu viel unterstellen“, sagt sie über die Tech-Chefs im Silicon Valley.

Anne Siegetsleitner hat sich in ihrer Promotion Ende der 90er-Jahre damit auseinandergesetzt, dass mit neuen Kommunikationsformen im Internet Sorgen über die Privatheit aufkommen. Ihr Anschauungsobjekt damals: das E-Mail. (Foto: Universität Innsbruck)

Der Tiroler Investor Charly Kleissner hat lange im Silicon Valley gearbeitet, unter anderem mit Steve Jobs. Er hat dort viel Geld gemacht und sich dafür entschieden, es als Impact Investor für Unternehmen aufzuwenden, die einen positiven sozialen und ökologischen Einfluss auf die Welt haben können. Er bietet damit ein Gegenmodell zu jenem der sogenannten Tech-Bros, das Monopol und Wachstum ins Zentrum stellt.

Kleissner ist 1986 in die USA gezogen: „Zu dem Zeitpunkt war Silicon Valley noch ganz anders als heute – viel kleiner und ich würde sagen, anders motiviert. Wir sind dort hingegangen, um etwas ganz Cooles zu entwickeln. Und wenn man dabei Geld verdient, war das super. Aber nicht umgekehrt.“

Charly Kleissner und seine Frau sind aus dem Silicon Valley weggezogen, weil die Stimmung dort nicht mehr mit ihren Werten vereinbar war. (Foto: Verena Nagl/ Werkstätte Wattens)

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Einen schönen Nachmittag wünscht dir

Pia Miller-Aichholz

B-Seite-Team